Mittsommer im Heilwald – eine Rückschau

Nach Wochen unendlicher Trockenheit regnete es ausgerechnet am 21. Juni aus vollen Kannen. Die Natur konnte es gebrauchen und Petrus drehte Punkt 19 Uhr den Wasserhahn wieder zu. Die Sonne strahlte bis in den späten Abend und der Waldspaziergang mit dem anschließenden Kulturprogramm hat allen einen großen Spaß gemacht.

Dieser kleine Spaziergang wurde begleitet vom Oberförster Sindermann – und seinem Kollegen Waldemar Jäde, den der Wald mit einer derartig stabilen Gesundheit beschenkt hat, dass er schon 150 Jahre dabei ist. Dafür ist seine Uniform noch richtig gut erhalten (aber das Gewehr, es schießt nicht mehr).

Frau Dr. Lehmann als Organisatorin führte die Besucher in die Gesundheitsthematik des Waldes ein und zeigte einige Übungen auf dem Motorikpfad. Unser Oberförster erklärte unterhaltsam Wissenswertes über die Bäume und Revierförster Waldemar Jäde wusste jederzeit, wo es langgeht: rückwärts, vorwärts – je nach dem Signal aus dem Horn. Diese Signale von Waldemar sind schon ein eigener Kunststil, spontaner Blues nicht ausgeschlossen.

Nach dem ein kleines bisschen anstrengenden Fußmarsch erwartete die Gäste eine kulinarische und kulturelle Verköstigung der Waldklasse. »Angelika Weiz, Charlie Eitner & Freunde« sorgten für coolen Soul und Jazz unterm Blätterdach. Natürlich grätschte Arnold Böswetter in die Pause mit seinen historischen Leibesübungen und trainierte die Lachfalten der Gäste.

Am nächsten Vormittag ging es bei schönstem Wetter weiter zum Präsidentenberg – Thomas Putensen spielte dort auf dem Klavier querbeet durch die Musikstile, vom Bach-Präludium bis zum Kinderlied – fliegender Wechsel nicht ausgeschlossen. Waldemar Jäde war derart in Schwung, dass er Thomas mit Horn und einigen Gesangseinlagen begleitete. Man könnte meinen, die beiden hätten sich abgesprochen. Sehr schräg aber irgendwie auch professionell – und natürlich extrem lustig.