Der Waldbestand

Eine erste Forsteinrichtung existiert für den Heringsdorfer Wald aus dem Jahr 1912, offensichtlich initiiert durch die Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf. Zu diesem
Zeitpunkt war der Wald bereits durch die Bahnlinie Heringsdorf – Bansin durchschnitten. Zu großen Teilen setzte sich der Wald damals aus einem Buchen- Kiefernmischwald zusammen.

Buchen im Heilwald

Die Beschreibungen der damaligen Forsteinrichtung sind auch heute noch im Gebiet wiederzufinden. Gestört wurde das Waldbild jedoch durch umfangreiche Reparationshiebe nach 1945 mit Kahlschlägen auf über 80 ha (30% der Waldfläche). Die Wiederaufforstung erfolgte überwiegend mit Kiefern, einige Flächen mit Fichten, Weymuthskiefern und Lärchen. Nach 1990 wurden Aufforstungen vor allem mit Laubholz unter Einbringung von Douglasie und Lebensbaum durchgeführt.

Der Heringsdorfer Wald stellt derzeit eine sehr vielfältige Mischung verschiedener, z.T. außergewöhnlicher Baumarten dar. Hauptbaumarten im Oberstand sind Kiefer
(53,4%) und Rotbuche (26,8%), daneben geringe Anteile von Eiche, Erle, Birke, Lärche und Fichte.

Bemerkenswert ist der hohe Anteil besonderer Baumarten wie Scharzkiefer, Blaufichte, Vogelkirsche, Omoricafichte, Weymuthskiefer, Douglasie oder Winterlinde über alle Altersklassen im Oberstand.

Auffallend in der Altersklassenverteilung ist der hohe Anteil in den Altersklassen 41-60 und 61-80 Jahre. Er resultiert aus den genannten Reparationshieben nach 1945 und
den anschließenden Wiederaufforstungen.

Das stark kuppierte Gelände des Heringsdorfer Waldes weist Höhen von ca. 2,5 bis 45,6 m über NN (am Präsidentenberg) auf.

Quelle: Landesforst Mecklenburg-Vorpommern